Hampi, Palolem (Goa) und Planaenderungen im Norden...

Hallihallo, ich schreibe aus einem Ort, wo ich eigentlich gar nicht geplant hatte hin zu fahren, aber ich habe meine Plaene komplet ueber bord geworfen, weil das Klima im Norden einfach unfassbar heiss war. ich dachte der Sueden sei heiss, aber Delhi schiesst mit seinen 45-50 Grad den Vogel eindeutig aus, deswegen sind Jule (meine tolle Reisebegleitung aus Dresden) und ich der troischen Hitze entflohen und in das wunderschoene im Himmalaya liegende Manali entflohen und das war die beste Entscheidung! Aber erstmal den restlichen Bericht ueber Hampi und Palolem. Hampi war mein absolutes Highlight. Leider fingen bei Irene und mir die Magen/Darm Probleme wieder an und wir waren etwas eingeschraenkt, aber davon liessen wir uns die Laune auch nicht verderben. Wir gingen morgens an den Fluss, weil wir gehoert hatten, dass um 8 dort taeglich der Tempelelefent gewaschen wird. Das war soooooooooooooooooooo toll, man at richtig gemerkt wie der Elefant das geniesst und es wird jeden Tag unabhaengig von irgendwelchen Touristen gemacht :-) und wir halfen auch mit beim waschen, das war soooooooooo wundervoll dem Elefanten so nah zu sein und ihn zu buersten und zu waschen und zu streicheln, noch viel toller als mein Elefantenritt. Danach entschieden wir uns eine Tempeltour per Rikscha zu machen durch die grossartigen Ruinen und Tempelanlagen mit ihren wunderschoenen Figuren und trotz des Ruinenartigen Zerfalls haben die ueber 200 Tempel in der Umgebung ihren ganz eigenen Flair mit riesigen Gottesfiguren und Verzierungen in einer Felsenuebersaehten Landschaft irgendwo im Nirgendwo wo wirklich nichts anderes is, bis auf das kleine Doerfchen, wo wir uebernachtet haben. Da man natuerlich nicht alles schafft beschraenkten wir uns an diesem Tag auf die eine Flussseite und mieteten uns ein Bike am neachsten Tag um den Rest zu erkunden. Morgens kletterten wir auf einen Berg, um von dort aus den Sonnenaufgang zu sehen, der Weg war anstrengend und ich hatte echt Angst, da es sehr steil und ohne irgendwelche Absicherungen sehr hoch ging und ich mit meiner Hoehenangst, aber als wir oben waren, hat es sich gelohnt, denn es war ein atemberaubender Blick ueber ganz Hampi, den Fluss, die Tempelruinen und die wunderschoene felsenartige Landschaft. Nachdem wir uns gestaerkt hatten uns den noch relativ erhaltenen Tempel vor unserem Guesthouse von innen angeschaut hatten, Irene beim Arzt war und wir ausgecheckt hatten (Kat blieb laenger daher konnten wir die Sachen bei ihr ins neue Zimmer stellen) mieteten wir uns wie gesagt die Bikes. Wir lernten es sehr schnell und mieteten uns dann tatsaechlich jeder ein Motorbike, was extrem cool und freiheitsfuehlend war. Wir cruisten von den alten Marktstaenden zu den Ruinenstatetten der alten Hauptstadt Hampi und zu weiteren Tempelanlagen, bevor wir per Boot (inkl Bike) zu anderen Flusseite uebersetzten und dort eine Tour durch die atemberaubende Felslandschaft zu machen zu einem Tempel mit 600 Stufen mit einer fabelhaften Aussicht ueber die Tempelruinen, den Fluss und die wunderschoene Landschaft. Es war TRAUMHAFT... Nachdem wir zurueck gefahren waren und noch was gegessen hatten mussten wir auch so langsam los machen, da unser Bus um 19 Uhr abfuhr. Leider war am Busstand weit und breit kein Bus zu sehen und nach langem Hin und Her und ewigen Diskussionen wurde uns gesagt wir muessen nach Hospet fahren und von dort wuerde unser Bus verspaetet los fahren, weil er eine Panne hatte. Letzendlich warteten wir in Hospet auchnmochmal gut 2,h aber unser Bus kam dann irgendwann und wir kamen auch am naechsten Morgen sicher in Panjim an, von wo aus wir uns entschieden nach Palolem zu fahren. Einem wunderschoenen kleinen Strandoertchen mit weissem Sandstrand, sauber (!!!), Palmenkulisse und dank Off Season spottbilligen Unterkuenften und wenigen Touristen. Wir machten in den 2 Tagen eher Entspannung, waren waehrend eines Monsunregenfalls im Meer schwimmen (hammer geile Erfahrung, ausser dass ich meine Brille verlor), machten in der 24h Bar die Nacht durch und tranken Alkohol (sowas geht nur in Goa, ansonsten schliesst alles punkt 11 in Indien), machten lange Strandpsaziergaenge zu Felsen, wo man die Wellen so gut beobachten konnte, machten eine Flussbootstour und beobachteten Tiere und Fischer und spannten einfach nur aus. Wir hatten auch ne total gemuetliche Unterkunft, es waren einfach tolle Entspannungstage. Am Samstag morgen nach einer nicht so netten Fruehstuckserfahrung (in meinem Pott Marmelade tummelte es vor Ameisen), fuhren wir nach Margao, wo Irene und ich uns verabschiedeten, sie machte weiter Richtung Mumbai und ich fuhr mit Bus zum Flughafen nach Vasco da Gama, von wo aus es nach Delhi ging. Flug ging super schnell und unkompliziert rum und Jule holte mich am Flughafen ab. Wir konnten uenstig bei Leuten, die sie durch ihr Projekt kennen gelernt hatte unterkommen und entschieden uns aber da es echt um die 0 Grad in Delhi waren am Sonntag nach Manali zu fahren in einem Direkt Luxus AC Bus 16 h ins Himalaya und hier hat mich der Zauber der Berge sofort infiziert... wunderschoene Landschaft, Berge mit Schnee, lange Spaziergaenge durch Wal;eder, heute machen wir eine kleine Treckingtour zu heissen Quellen in der Umgebung, gestern haben wir uns ein Museum und Tempe langeschaut, da es geregnet hat und Stunden in wunderschoenen Cafes und Restaurants verbracht. Haben uns jetzt auch dazu entschieden noch ein wenig hier zu bleiben und uns Agra bei der Hitze nicht mehr anzutun, ist zwar schade und eins der Weltwunder aber ich weiss ich werde Indien nicht zum letzten Mal besucht haben, daher mache ich es beim neachsten Mal. Jule wartet daher mach ich jetzt mal Schluss und lass mich weiter von diesem faszinierenden Land treiben. Es gruesst und drueckt eure tiefenentspannte Birthe

1 Kommentar 12.6.13 10:41, kommentieren

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Gokarna und Hampi <3

Ein Kurzbericht von der Dachterasse unseres Hotel (mit Internet) aus Hampi :

Nach ein paar chilligen, erholsamen und luxuriösen (mit deutschem Komfort) Tagen, wo ich mich auch richtig auskurieren konnte bei Anja in Bangalore ging es am Donnerstag weiter Richtung Gokarna. Kat und ich wollten eigentlich mit Zug reisen, allerdings waren wir ewig auf der Warteliste und sind nicht vorgerückt und da sich uns noch jemand aus Bangalore angeschlossen hat (Irene) entschieden wir dann am Mittwoch einen Sleeper Nachtbus nach Gokarna zu nehmen. Triefend nass (es regnete) und fast zu spät (mussten den Bus aufhalten, weil Irenes Rikschafahrer so langsam war) kamen wir doch noch rechtzeitig an (in Indien klappt immer alles irgendwie doch noch). Die Fahrt war nett, etwas holprig, aber okay und wir entschieden uns für eine Strandhütte in Gokarna. Die sehr einfache und sehr sehr billige (dank Outseasion) Unterkunft lag an dem wunderschönen Kuddle Beach, wo wir den ersten Tag einfach den ganzen Tag am Strand, im Meer oder im einzig noch geöffneten Restaurant verbrachten. Es war so entspannt nach einer riesen Großstadt wie Bangalore so viel Ruhe, kein Verkehr, kein Lärm einfach nur relaxen an einem der saubersten Strände Indiens. Wir spielten viel Karten (Uno und noch ein Kartenspiel shithead, was uns Kat beigebracht hat), aßen gut und tranken Bier :-)

Am nächsten Tag entschieden wir uns für einen Spaziergang zum benachbarten und noch schöneren Om Beach zu laufen über einen kleinen Weg über Hügel. Dieser Strand war noch toller als unserer und wir überlegten uns kurz, ob wir für die 2. Nacht das Zimmer wechselten, das war uns (besonders mit meinem Gepäck) dann aber zu stressig, aber wir blieben den ganzen Tag an dem anderen Strand, gingen auf einen Felweg spazieren zu einer alleinstehenden Palme, wo man runter auf die Klippen schauen konnte und es war soooooooo wundervoll. Am nächsten Morgen entschieden Irene und ich uns dann noch für eine weitere kleine Wanderungs/Treckingtour über den nächsten Berg zu einem ganz einsamen Strand. Der Weg ging durch den Wald und direkt oberhalb der Klippen entlang mit atemberaubend schönen Blick und der Strand war mini und da war wirklich NICHTS, aber allein wegen dem Weg hat es sich schon gelohnt.

Gegen Mittag checkten wir aus und wollten uns eigentlich noch das kleine Örtchen Gokarna selbst anschauen (waren ja nur an den Stränden), aber unser letzter Bus in Richtung Hubli (von da aus wollten wir weiter nach Hampi) fuhr um 14.30h also nahmen wir den und entschieden uns nach 4 Stunden Busfahrt in Hubli zwischenzu stationieren und dort eine Nacht zu verbringen, denn die Unterkunft in Gokarna war wirklich sehr einfach mit halb kaputter und dreckiger Toilette, Kat ging es gesundheitlich auch nicht so gut, also suchten wir uns ein Hotel gingen schön essen (ich kaufte mir ein neues Handy - hab meine beiden Telefone geschrottet, aber komischerweise stresst mich hier fast gar nix) und früh schlafen, schön duschen und machten uns am nächsten Tag (heute) um 5.30h morgens auf den Weg um den ersten Bus nach Hampi zu nehmen (über Hospet), wir fuhren weitere 4 h nach Hospet und dann nochmal 20 Min nach Hampi und checkten in dieses wundervolle Gusthouse ein (wurden am Busbahnhof abgeworben, der Typ schleppte mein ganzes Gepäck) mit wunderschöner Dachterasse, Internet, warmen Wasser und sauberen und guten Zimmer und super günstig (dank Outseason), nach einem leckeren Schoko-Banana-Pancake machten wir die erste Erkundungstour durch die Ruinen von Hampi und waren von Anfang an bezaubert von dem Flair, den diese Stadt bzw. Dorf umgibt. Wir machten mit einem Guide einen langen Spaziergang am Fluss entlang durch Bananenplantagen, entlang der wundervollen Felsen und sahen abends den Sonnenuntergang von einem Hügel aus. Ich bin so begeistert von den paar Stunden, die wir bisher hier sind :-) Morgen schauen wir uns die Tempelruinen noch genauer an und am Mittwoch wollen wir uns ein Motorbike mieten und eine kleine Tour auf der anderen Seite des Flusses durch die wunderschöne Landschaft machen und zu einem Tempel auf einem Hügel mit 600 Stufen machen, der eine tolle Aussicht über die gesamte Ruinenlandschaft haben soll <3

Mittwoch nacht fahre ich mit Irene per Nachtbus (Sleeper) weiter nach Goa, bevor es dann am Samstag (per Flugzeug) nach Delhi geht, wo ich für die letzte Woche (Agra, Jaipur, Delhi) noch eine weitere Reisebegleiterin (Julia) treffe.

Ich grüß und drück euch ganz doll, bitte fahrt alle nach Indien, man kann es nur nachempfinden, wenn man es erlebt hat, es ist atmeberaubend und begeisternd und es gibt noch so viel zu entdecken.

Kuss,

Birthe

3.6.13 18:31, kommentieren

Abschiede, Krankheit und der ganz normale Wahnsinn...

Nach (für mich) langer Internetabstinenz melde ich mich auch mal wieder bei euch.

Das Madikeri Wochenende ist spontan umfunktioniert worden (vor 2 Wochen), da Iri leider krank war und so haben wir uns nicht Freitag wie geplant für Kino getroffen, sondern erst Samstag. Wir waren auf dem tollen Market ein wenig shoppen, sind durch die wunderschöne Stadt gelaufen und haben unterwegs in einem gemütlich Cafe Pause gemacht, bevor wir zum Kino (bei mir in der Nähe) sind, um uns um Tickets für den Abend zu kümmern. Es gab einige Filme auf englisch, nach langem hin und her entschieden wir uns dann für The Great Gatsby. Wir fuhren noch für einige Stunden zu meiner Gastfamilie, ich zeigte Iri alles und abends gingen wir dann ins Kino. Sehr modernes AC Kino mit Sitzen, wo man die Lehne zurückstellen kann, so dass man wie in Bussen, so ne halbe Liegeposition hat :-) War sehr entspannt und der Film war auch echt gut. 

Da sich für einen Tag die 3-4h Busfahrt nach Madikeri nicht lohnt entschieden wir uns am Sonntag einen bekannten Tempel in Somnathpur bekannt für seine Hoysala Architektur. Und ich habe ja schon einige Tempel gesehen, aber dieser war einfach ganz anders. Viele kleine Steinfiguren mit liebevollen Details aneinandergereiht und so schön ich die bunten Figuren in Madurai bei der Tempelanlage auch fand, fand ich trotzdem diese detailliebende Steinmetzkunst mindestens genauso beeindruckend. Leider wurden wir von ein paar Jugendlichen belästigt, die wahrschl. noch nie Weiße gesehen haben oder sich zumindestens so aufführten. Nach einer sehr interessanten Rückfahrt auf der Rückband eines Privatbusses mit 2 Indern und einer weiteren eingequetschten und heißen Stunde im Bus gingen wir in Mysore noch was essen, bevor sich dann sowohl Iri auf den Weg nach Hundsur und ich auf den Weg zu meiner Gastfamilie machte.

Die Woche danach war von Abschied nehmen bestimmt, ich hatte ja nur noch 3 Arbeitstage, am Montag gab es Zertifikate zum Abschied für die Kinder, am Dienstag feierten wir mit den Kindern das Holy Festival nach. das war echt witzig und ich war das größte Opfer und war voller Farbe (die Klamotten musste ich wegschmeißen), wir hatten echt einen Riesenspaß, aber hier sprechen tatsächlich Fotos mehr , deswegen werde ich natürlich noch welche posten. Und am Mittwoch war schon mein letzter Tag im Projekt. Ich hatte zum Abschied Kuchen mitgebracht und Fotos entwickelt und die Kinder und Mitarbeiter haben sich sooooo gefreut. Es war teilweise auch echt traurig, manche sind auf meinen Schoß geklettert und haben gesagt "Please Miss, don't leave, please!" Das war echt herzallerliebst...

Und am Mittwoch Abend ging es dann schon weiter zum Get together  Treffen, was auch ein ewiges hin und her war, erst sollte es in Ooty sein, dann in Pondicherry und schließlich war es in Yercaud und dahin fuhr aber kein direkter Bus von Mysore. Nach einigem Hin und Her habe ich dann aber Tickets von Bangalore nach Salem gebucht und von da aus ging es dann weiter nach Yercaud.

Yercaud ist eine kleine - relativ unbekannte - Hillstation und es war echt traumhaft schön. Wir waren insgesamt 9 Kurzzeitvoluntäre, 2 aus Hundsur (die ich kannte Iri & Conny) und eine aus Bangalore, eine aus Kundapur und 3 aus Chennai. Wir waren echt ein witziges Trüppchen und hatten wirklich unsern Spaß. Es gab nicht so viel Programm, das einzige war, dass wir in einem Jeep zu nem Village gefahren sind und da als Vorbilder den Müll aufgesammelt haben und abends sind wir ein Stückchen die Berge hoch und wollten den Sonnenuntergang anschauen, es war aber leider zu bewölkt :-( Es hat auf jeden Fall trotzdem mega viel Spaß gemacht. Wir entschieden dann noch eine Nacht länger zu bleiben und machten einen längeren Spaziergang in den Bergen, das war echt toll. Mir ging es gesundheitlich seit ein paar Tagen schlecht (Magen-Darm/Schwindel) und ich war echt froh, dass ich doch mitkommen konnte. 

Wir entschieden uns spontan uns Eva und Tassilo aus Chennai anzuschließen, die am Samstag nach Bangalore fahren wollten, um sich das CL-Finale in der deutschen Botschaft anzuschauen. Alle mit einer Registrierung in Indien bekamen eine Einladung (ich mit Touristenvisum nicht) und sie nahmen uns einfach mit. Es gab Bier, Kartoffelsalat und Würstchen und wir schauten via Beamer das CL-Finale. Wegen der Zeitverschiebung machten Iri und ich uns dann mitten in der Nacht auf den Rückweg von Bangalore nach Mysore und kamen Sonntag morgens an.

Sonntag gings mir gesundheitlich richtig schlecht, daher hab ich eigentlich den ganzen Tag im Bett oder war aufm Klo Abends war ich auf eine Hochzeit eingeladen, meine Koordinatorin wollte mich mitnehmen zu der Puja und am Montag sollte die Hochzeit sein (morgens) und abends die Feier. Ich bin dann mit zu Puja und es war auch echt interessant zu sehen, Berge von Opferungen für die Götter, überall Blumen und Geschenke, jeder aus der einen Familie begrüßt dann die Familie des Bräutigams, dann schenken die Eltern der Braut dem Bräutigam Klamotten (und die Eltern des Bräutigams der Braut), um sie in ihrer Familie willkommen zu heißen und dann ziehen sie die geschenkten Sachen an und heißen alle neuen Familienmitglieder willkommen und es werden 10000000000 Fotos gemacht...

Montag ging es mir dann leider so schlecht, dass ich nicht mit zur Hochzeit kam, sondern schlief und meine Sachen packte und nur abends mit zur Feier kam. Die Feier bestand eigentlich nur aus riesigen Schlangen von Menschen, die das Paar beglückwünschten und dann gemeinsam Fotos machten und Unmengen an Essen (und ich mit meinem angeschlagenen Magen/Darm war etwas überfordert davon). Es war aber echt nett und interessant und für mich nochmal die Gelegenheit meinen Sari zu tragen (hatte ich erst einmal im Projekt an und die fanden es schon total toll).

Am Dienstag morgen ging es dann ganz früh los nach Bangalore zu Anja, wo ich weil es mir gestern immer noch nicht so super ging eigentlich die meiste Zeit auf der Couch lag, heute gehts mir aber etwas besser und heut abend gehen wir auch in die Stadt was trinken und zu einem Couchsurfing Meeting, das wird bestimmt ganz nett.

Gerade gibt es noch ein paar Probleme mit unserem Zugticket, weil wir immer noch auf der WL sind und jetzt evtl. vorsichtshalber noch einen Bus buchen müssen, aber es klappt ja immer alles irgendwie in Indien ;-) Und es hat sich uns noch jemand spontan angeschlossen (Irene), die auch von Bangalore aus startet, also reisen wir zu 3. (Kat, Irene und ich ). Sie hat sich noch auf meine Reiseanzeige bei joinmytrip gemeldet.

Ich bin schon ganz aufgeregt wie das alles so wird und versuche mich zwischendurch mal zu melden, weiß aber nicht, ob das auf reisen so gut klappt bzw. ich da so die Lust & Zeit für hab ;-)

Es grüßt und drückt euch ganz lieb,

eure Birthe

29.5.13 12:41, kommentieren

Trip nach Rameshwaran & Madurai

Ihr Lieben,

heute in einer Woche endet schon mein Projekt *heul* Donnerstag und Freitag hab ich nämlich frei wegen einem Get together. Das wird einmal im Monat von meiner Organisation organisiert und bezahlt und man trifft sich irgendwo in Indien mit allen anderen Kurzzeitvoluntären, die grad auch in Indien sind (auch von unterschiedlichen Organisationen).Da das Do & FR ist hab ich Mi schon meinen letzten Arbeitstag, das ist heute in einer Woche… Ganz gar nich glauben wie die Zeit rast…

Aber jetzt erstmal zu meinem fantastischen Wochenendtrip von dem ich euch unbedingt erzählen möchte. Es fing FR nich ganz so perfekt an, ich hatte letzten Dienstag die Zugtickets besorgt (diesmal nicht nur die Hin, sondern auch eine Rückfahrkarte und wir entschieden uns für einen billigen Klapperbus ohne AC, was an sich auch erstmal kein Problem (außer, dass man immer 10 Tode stirbt, weil die Inder so dicht auffahren, überholen trotz Gegenverkehr und einfach immer nur hupen, wenn irgendwas oder irgendwer im Weg ist – aber genau das selbe tun sie auch in besseren Bussen) und es ist besonders hinten doch sehr unbequem durch die schlechten Straßen wird man halt ordentlich durcheinander geschüttelt, die Höhe war aber, dass wir in der letzten Reihe gequetscht zu 6. Neben 4 Indern saßen und Gruppenkuscheln angesagt war, weil man einfach 0 Platz hatte. Aber nach etwa 5 (von geplanten 10 Stunden) wurde der Bus schlagartig leerer und ab da hatten wir sogar jeder eine eigene Reihe u konnten uns richtig ausbreiten. Wir fuhren statt der 10 auch 11,5 h weil wir andauernd anhielten und keiner wusste so genau warum, aber wir kamen um halb 8 Samstag morgen in Madurai an. Wir entschieden und erst in einem Restaurant nahe des Busbahnhofes einen Kaffee zu trinken, bevor wir uns auf eine weitere 4 Stunden Busfahrt nach Rameshwaran aufmachten. Diese Fahrt war auch etwas eng, ruckelig und warm, aber gegen halb eins waren wir in Rameshwaran angekommen, wir nahmen einen Bus in die Nähe zu dem Tempel  Ramalingeshwara  (wir stellten fest  das wir den Weg auch locker hätten laufen können) und machten uns auf die Suche nach einem Zimmer. Das stellte sich als schwieriger raus als sonst, denn die meisten Zimmer waren ausgebucht  (oder behaupteten es zumindestens), bei einem fühlten wir uns dezent unwohl, also suchten wir weiter. Schließlich fanden wir aber noch eins, was auch vom Preis ok war und nach einem kurzen Schock, als der plötzlich mehr haben wollte, es sich aber als Kaution (die wir auch anstandslos am nächsten Tag wieder bekamen) rausstellte hatten wir also doch noch ein Zimmer gefunden. Nachdem wir geduscht und etwas gechillt haben gingen wir in den Tempel. Die Säulen und Bemalungen waren atemberaubend schön und es war ein riesiger Tempel mit unterschiedlichen Gängen und heiligen Wasserstellen, wo jeden Tag 1000de Pilger kommen, um sich an 22 unterschiedlichen Stellen mit einem Eimer begießen lassen und dann zum naheliegenden Meer pilgern, um an einer heiligen Stelle dort auch nochmal zu baden und sich rein zu waschen. Wir gingen nach dem wir im Tempel waren zu dieser Stelle am Meer und schauten den Hindus zu. Danach entschieden wir uns noch ein wenig am Meer spazieren zu gehen und wurden von einer Engländerin angesprochen namens Kat, sie fragte uns woher wir kommen und was wir in Indien machen und wir gingen eine Weile zusammen, tranken Tee, aßen Kekse und lernten uns ein bissl kennen. Dabei stellte sich heraus, dass sie auch noch nach Gokarna und Hampi reisen möchte und wir entschieden uns das doch dann zusammen zu machen (somit habe ich jetzt bis auf 2 Strandtage für meine komplette Reisezeit jemanden dabei, das coole ist das wir auch von Bangalore (da besuch ich noch eine Bekannte bevor ich auf Reisen gehe) zusammen aus starten und uns nich erst da treffen, so muss ich auch nicht alleine dorthin reisen (haben uns entschieden per Zug zu reisen). Nach 1-2 Stunden musste sie zurück in ihr Hotel, da sie in ihr Zimmer einchecken sollte, aber wir verabredeten uns für den Abend zum Essen. Iri und ich gingen noch ein bißchen weiter spazieren, wurden des Öfteren von Familien gefragt, ob sie nicht ein Foto mit uns machen dürfen Wir gingen noch ein bißchen weiter an Fischernetzen und alten Booten vorbei, ich sammelte ein paar Muscheln (wirklich auch nur ein paar). Gegen 19 Uhr entschieden wir uns nochmal ins Hotel zu gehen, ruhten uns ein bissl aus und um 20h verabredeten wir uns mit Cat und gingen in ein Restaurant. Ich aß Eiernudeln (nicht sehr indisch) und wir entschieden uns nach dem Essen uns auf die Suche nach Bier zu machen, nachdem wir mit Jurej sowohl in der Einführungswoche als auch auf unserm Trip ja gescheitert waren beim Versuch Bier zu kaufen (in der Einführungswoche hatte der Biershop schon zu und der nächste war zu weit und auf unserm Trip machten uns unsere Magen-Darm-Probleme ein Strich durch die Rechnung). Tatsächlich fanden wir ziemlich schnell an der Straße ein Laden, wo Alkohol verkauft wurde, da sie kein kaltes Bier hattten gingen wir weiter und sollten zurück kommen in 10 Minuten, dann sei das Bier kalt. Wir fanden aber als wir weiter gingen noch einen zweiten Shop mit kaltem Bier, also kauften wir uns jeder 2 Bier, man wird als Frau zwar blöd angeschaut, wenn man Bier kauft, aber gesagt wurde nix. Wir gingen in unser Hotelzimmer und tranken dort die Bier, quatschten und hatten Spaß bis Kat irgendwann, es muss gegen halb 12 gewesen sein, gehen musste, weil ihr Hotel zu macht (und man immer nur einen Zimmerschlüssel bekommt u nicht mehr ins Hotel kommt, wenn geschlossen ist). Wir gingen dann auch pennen, weil wir eigentlich vor hatten vor Sonnenaufgang, also so gegen 5 zum Tempel & Meer zu gehen und den Pilgern beim heiligen Bad zuzusehen, weil morgens am meisten los ist und man dann die Prozession am besten mitbekommt. Ich schaffte es zwar erst um halb 7 (Iri gar nicht), aber es war noch im vollen Gange und echt beeindruckend zu sehen, wie sehr viele Menschen hintereinander von einer zur nächsten heiligen Wasserstelle pilgern und sich übergießen lassen. Und am Meer bei Sonnenaufgang hatte das auch nochmal eine ganz andere Atmosphäre (Fotos stelle ich ins Album) als am Tag zuvor, wo zwar auch einige Menschen dort waren, aber bei weitem nicht so viele. Nach einiger Zeit (und vielen Fotos, sowohl die andere von mir, als auch die ich von den Pilgern machte) machte ich mich auf zurück ins Hotel und legte mich nochmal ein bissl schlafen bis uns ein aufdringliches Klopfen weckte und ein wildfremder Typ vor der Tür stand, der uns zu irgendeinem bekannten Strand fahren wollte, aber wir lehnten dankend ab und schliefen weiter, bevor wir uns um 09.30 erneut zum Tempel aufmachten, weil wir mit Venkadesh verabredet waren (er arbeitet im Tempel), den hatten wir kurz kennen gelernt (über Kat) und er hatte uns eingeladen uns herumzuführen und auch die heilige Prozession durchzuführen und uns mit heiligem Wasser übergießen zu lassen. Das war echt eine lustige und schöne Erfahrung mit kompletten Klamotten an 22 unterschiedlichen Stellen mit 22 unterschiedlichem Wasser, wo jedes auch ganz anders schmeckte, manche waren süß, manche salzig, übergoßen zu werden. Danach (nachdem wir unsere Sachen ausgewrungen hatten) sollten wir beim Shivaschrein beten und wir führten noch eine Puja durch. Dort kam ein Heiliger aus dem Tempel und wir hatten einen Korb mit Essen (Kokosnuss, Banane, Zucker) und Blumen in der Hand und mussten ihm Verse auf Tamil nachsprechen und die Namen unserer Eltern und Geschwister aufsagen, wurden im Gesicht bemalt und das bringt jetzt der gesamten Familie Glück. Das heilige Bad verleiht einem übrigens ganz neues Karma und wäscht einen rein von allem bösen – so glauben die Hindus. Es war auf jeden Fall echt eine tolle Erfahrung. Wir gingen ins Hotel und chillten noch ein wenig, packten zusammen und checkten aus, bevor wir uns mit Kat nochmal zum essen und verabschieden trafen, denn wir machten uns dann auf den Weg zurück nach Madurai, wo wir noch 1,5 Tage bleiben wollten und von wo aus Montag abend dann auch unser Bus zurück nach Mysore ging. Gegen späten nachmittag/frühen Abend sind wir in Madurai angekommen und nahmen einen Bus in die Altstadt. Diesmal hatten wir schon telefonisch ein Zimmer reserviert und suchten die Straße, was eigtl. auf der Karte sehr leicht aussah zu finden, allerdings irrten wir ein wenig planlos umher. Da Iris Handy nicht mehr lud, kaufte sie sich ein neues und wir fragten in dem Laden nochmal nach dem Weg zu dem bekannten Tempelkomplex (Sri Meenakshi Tempel), weil direkt dort unser Hotel war. Dann fanden wir unser Hotel und das suchen hat sich echt gelohnt, es war super günstig und die Zimmer voll gut und das beste es hatte ganz oben eine Dachterasse mit Blick über die kompletten Tempel. Wir wurden gefragt, ob wir auf der Dachterasse was essen wollen und/oder Bier trinken und wir bestellten uns 2 kalte Bier und Parotta (das sind so geile Faldenbrotteile, etwas dicker als Chabatti) und dazu Paneer butter Masala, das ist eine extrem leckere rote Soße mit weißen fetaaussehnden (aber ist keiner) Stücken und schmeckt sau gut. Und dann aßen wir oben auf der Dachterasse und tranken Bier, das war sooooooooo schön. Zum Nachtisch aßen wir dann noch die Kokosnuss aus dem Pujakkorb, quatschten und chillten, bevor wir dann irgendwann schlafen gingen. Am nächsten Morgen schliefen wir bis 9, machten uns fertig, duschten und gingen in dem atemberaubenden Tempelkomplex. Das ist aufgebaut wie ein Palast, ist mit einer Mauer umgeben und zählt zu den größten Tempelkomplexen Indiens. Es gibt zahllose Götterdarstellung, Figuren, die bunt bemalt sind und Schreine & Skulpturen und die Figuren sind leuchtend und in den unterschiedlichsten Farben. Innen gibt es einen riesigen Shiva Schrein, auf den wir nur von außen einen Blick erhaschten, weil manches nur für Hindus zugänglich ist. Es gibt zu jeder Himmelsrichtung einen Eingang mit einem riesigen bunt verzierten Tor. Mitten im Tempelgelände gelangt man zu einem Teich mit einem golden verzierten Lotus in der Mitte, wir verweilten echt eine ganze Zeit in dem Tempel und kauften uns beide ein Buch über den Tempel, um die Geschichte ein bißchen besser nachzuvollziehen (und ich kaufte mal wieder bunte Postkarten und noch 1-2 Souvenirs – in einem der Tempelgebäude ist nämlich eine riesige Markthalle mit sehr vielen Ständen). Nach dem wir nach einigen Stunden die Tempelanlage wollten wir eigentlich  noch ein bißchen durch die Stadt und nach einer neuen Digicam für mich schauen, aber ein Vogel machte uns einen Strich durch die Rechnung und kackte mitten auf mein Oberteil, so dass wir erst nochmal ins Hotel gingen :D Danach suchten wir einen Laden, wo ich mir eine neue Digicam kaufte (der hatte erst Mittagspause, dann war ich in nem andern, aber die hatten nich so viel Auswahl und man konnte nich mit Karte bezahlen), also gingen wir nach der Mittagspause nochmal zu dem andern Laden und ich kaufte mir eine neue Digi Cam J für umgerechnet knapp 80 Euro von Casio. Danach schauten wir uns noch einen weiteren kleineren Tempel an (Alagar Tempel), der schon sehhhhhhhr alte Tempel war auch sehr schön bunt verziert und es gab einen Tempelelefanten (dessen Rundgang wir zwar verpassten, aber auf den wir zumindestens einen kurzen Blick erhaschten). Wir gingen noch was Essen und dann zurück zum Hotel, chillten noch ein wenig, packten und um 18.30h checkten wir aus, um uns auf den Weg zum Zentralbusbahnhof zu machen. Es war eine sehr gute Idee sich frühzeitig auf den Weg zu machen, denn unser Bus brauchte sehr lange weil viel Verkehr war. Wir waren dennoch eine halbe h vor Abfahrt (20h sollte es los gehen) da und fragten uns zu unserm Bus durch, tranken noch einen Chai und kauften Wasser für die Fahrt. Die Rückfahrt war sehr kuschelig, diesmal saßen wir aber nur auf den gegenüberliegenden Zweiersitzen (die aber mehr für eine als für 2 Personen vom Platz her sind) und viel weiter vorne, trotzdem war es eine ziemlich anstrengende und lange Fahrt. Diesmal brauchten wir aber nur 30 MIN länger als geplant und kamen um halb 7 Dienstag morgen in Mysore an. Wir aßen noch was und dann fuhr ich nach Hause, hatte dort ne halbe Stunde sprang schnell unter die Dusche und dann ging es direkt weiter zum Projekt. Wie ich Montag erfahren hatte, wurde der Tagesausflug im Projekt von Mittwoch auf Dienstag verschoben, also hatte ich keinen normalen Arbeitstag, sondern wir fuhren mit den Kindern zu einem tollen Park in Mysore (Karanji Nature Park), mit Fluss und verschiedenen Vögelarten (man konnte in einem abgeschlossenen Bereich, wo die Vögel sich frei bewegen konnten, der aber zugänglich für Menschen ist verschiedene Vögel u.a. Pfaue und Störche beobachten) und es gab einen rieeeeesigen Spielplatz (ein Traum für die Kinder), wir verweilten hier eine ganze Weile und fuhren dann weiter ca eine gute Stunde zu einem Fluss mit Sandstrand, wo wir nachdem wir gepicknickt haben im Wasser rumtollten (die Frauen natürlich mit kompletten Klamotten) und Ball spielten und Spaß hatten. Ich hatte leider keine Wechselklamotten dabei (wusste nur was von dem Picknick und eigtl war auch ein Ausflug in einen Butterflygarten und nicht zum Fluss geplant), deshalb kaufte ich mir ein T-Shirt am Stand und die Hose trocknete so in der Sonne. Ich war gegen 7 zu Hause, auf der Rückfahrt tanzten und sangen die Kinder im Minivan, es war echt ein super schöner Tag, aber da durch, dass ich im Bus nicht wirklich pennen konnte, fiel ich abends mal sowas von ins Bett J Ich habe seit letzter Woche eine weitere Freiwillige (Male) bei uns im Projekt, allerdings ist sie bei den kleinen in der Gruppe, deswegen hab ich  nich viel mit ihr zu tun, habe sie aber am ersten Tag, beim Tagesausflug und heute gesehen und sie ist sehr nett, vll. Kommt sie FR auch mit ins Kino.

Am WE wollen wir FR ins Kino und SA/SO fahren wir nach Madikeri ein super schöner Ort mit Kaffeeplantagen und dichtem Wald und Wasserfällen, wo wir einen Spaziergang zu den (jetzt nicht sehr befüllten) Wasserfällen machen wollen und uns ein wenig die Plantagen anschauen möchten und danach ist schon mein letztes WE in Mysore, wo ja das Get together in Ooty ist, dort planen wir in den Bergen eine kleine Treckingtour zu machen. Auch wenn die Zeit rast, denke ich habe ich die Zeit gut genutzt und schon einiges gesehen, aber es bleibt das Gefühl, dass ich noch soooooooooooo viel sehen möchte und nur noch sooooooooo wenig Zeit habe, aber ich freu mich schon auf die Reise, nach meinem Projekt, auch wenn ich mir noch gar nicht vorstellen kann Mysore zu verlassen, erst recht jetzt wo ich noch jemanden zum reisen kennen gelernt habe. Ich werde mich auf jeden Fall bald nochmal melden.

Bis bald, eure Birthe

1 Kommentar 15.5.13 16:12, kommentieren

Fotos

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7.5.13 16:27, kommentieren

Mein indischer Alltag und Tagesausflug

Huhu,

ich melde mich auch mal wieder. Mir geht es immer noch sehr gut hier. Meine Gastfamilie ist echt super lieb und nach dem ganzen Hin und Her mit den Projekten, sollte ja erst in ein Waisenhaus, dann kurzfristige Absage, weil sie in den Ferien keine Freiwilligen mehr aufnehmen, dann sollte ich eigentlich in der Siri Schule unterrichten, die hat aber zu, aber macht glücklicherweise ein Sommercamp für Kinder aus sozial benachteiligten Familien, also bin ich da. Und das ist super, meine Gruppe ist toll, manchmal bin ich noch für eine Stunde am Tag in der 2. Gruppe, da verstehen mich die Kiddies aber eher schlecht, da sie noch ziemlich klein sind und kaum englisch sprechen. Wir spielen viel mit den Kindern, basteln, singen, malen, machen Yoga und Tanzen und schreiben zwischendurch auch ein paar englische Wörter in ein Heft Leider bin ich mal- und basteltechnisch nicht so begabt ;-) aber ich geb mein Bestes. Um 14 Uhr hab ich dann immer frei und gehe nach Hause, esse Mittag und gehe in die Stadt, ruhe mich aus, lese, oder quatsche mit meiner Familie. Am WE entschied ich mich dagegen mit den andern für einen Tag nach Hampi zu fahren, weil ich mir das lieber in Ruhe während meiner Reisezeit für 3-4 Tage anschauen möchte. Samstag war ich (freiwillig) im Projekt und nachmittags in der Stadt. Sonntag entschied ich mich dann einen Tagesausflug allein zu machen zu der Insel Srirangapatnam. Vom City Busbahnhof in Mysore fahren einige Linienbusse dorthin und es dauert nur 20-30 Minuten. Ich mietete mir einen Rikschafahrer für den ganzen Tag, der mich zu den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten fuhr und immer wartete. Die Insel ist besonders bekannt durch Haider Ali bzw. seinen Sohn Tipu Sultan, der sich während seiner Regentschaft heftig den britischen Plänen zu Unterwerfung Indiens widersetzte. Ich schaute mir den Sommerpalast an, der von außen sehr unscheinbar, aber von innen traumhaft schöne Wandverzierungen, Zierbögen, dekorierte und verzierte Decken und Wänden (Fotos leider verboten, hab trotzdem welche gemacht und wurde erwischt und musste sie alle wieder löschen *heul*, aber hab eine Postkarte, wo die Säulen & Wandverzierungen zu sehen sind gekauft), das Mausoleum wo Haider Ali und Tipi Sultan begraben sind, das Mausoleum ist mit Rosenholztüren und Elfenbeineinlagen verziert und auch von außen mit einer weißen Kuppel schön anzusehen. Mitten auf der Insel steht noch ein sehr großer Tempel, mit imposanten Toreingang und drinnen eine Statue des ruhenden Vishnu, zu deren Ehren täglich etliche Hindus zum Tempel gehen. Ein ehemaligen Gefängnis und die Gedenkstelle, wo Tipu Sultans Leiche (er starb nach 17jähriger Regentschaft in einem Kampf) angeblich gefunden wurde, hab ich auch noch gesehen. Am eindruckvollsten fand ich jedoch die heilige Badestätte am Fluss, wo täglich Hindus hinkommen, im heiligen Wasser baden, das (sehr dreckige) Wasser teilweise auch trinken und sich von ihren Sünden rein waschen. Riesige Gedenkstätten, die mit Obst und Blumen geschmückt sind verzieren den Ort und es kommen in regelmäßigen Abständen Affen herbei und klauen das Obst :-D Nachdem ich mir die Sachen alle in Ruhe angeschaut habe, am beeindruckensten wie gesagt die Badestätte und das innere vom Sommerpalast entschied ich mich gegen nachmittag noch in das nahegelegende Vogelschutzgebiet Ranganathittu zu fahren. In einem Boot konnte man wundervoll die verschiedenen Vogelarten beobachten, besonders ganze Bäume voller Störche und großer Fledermäuse und von weitem hab ich auch ein Krokodil gesehen J Leider ist seit meinem 1. Trip meine Digitalkamera kaputt und ich kann nur noch Bilder mit dem Handy machen. Wirklich ein traumhaft schöner Ort, bin dann noch ein bissl am Fluss spazieren gegangen und auf einen Aussichtsturm gestiegen, wo ich ein sehr nettes indisches Paar kennen gelernt habe, wir haben dann gegenseitig Fotos gemacht und weils schon nachmittags war, sah man mich auf dem Foto, dass sie mit meinem Handy gemacht haben kaum, da bot der Mann mir an eins mit seiner Cam zu machen und mir das per Mail zu schicken, sehr nett (was er auch tat). J

Leider kann ich keine Bilder mehr hochladen (Speicherplatz überschritten), lade sie bei Facebook hoch, die ohne FB müssen sich mal in einen Account von Familien/Freunden einloggen.

Am nächsten WE mach ich wieder einen Trip mit Iri und wir wollen wahrscheinlich nach Madurai & Ramishwadan. Madurai ist ein ganz bekanntes religiöses Zentrum im Süden mit vielen Palästen und Tempeln und Ramishwadan ist ein bekannter Pilgerort. Ich werde dann berichten, wies uns so gefallen hat J

Liebe Grüße und bis bald,

Birthe

3 Kommentare 6.5.13 15:49, kommentieren

Unser erster Trip :)

Unser erster Trip zu den Backwaters

 

 

Ihr Lieben, wie versprochen melde ich mich nach unserem ersten Trip. Es war wirklich wundervoll

Wir sind mit einem ganz guten Bus per Nacht Freitag abend los und sind Samstag morgen angekommen. Wir saßen ganz vorne und hatten daher super viel Beinfreiheit (mehr als im Flugzeug bei der Lufthansa). Die Busfahrt dauerte 11 h, das ging aber super schnell rum (wir hatten aber auch AC und Decken und Wasser, die Rückfahrt war nicht so entspannt). Als wir ankamen irgendwann um halb 5 morgens in Ernakulam/Kochi (Bundesstaat: Kerala) an, wir wollten von da aus einen regionalen Bus, der eine Stunde fahren sollte nehmen. Wir wurden aus unserem Tiefschlaf gerissen, daher waren wir ein bißchen orientierungslos, aber nach einiger Zeit und einigen Nachfragen wussten wir dann welchen Bus wir nehmen sollten. Die regionalen Busse sind nicht ganz so bequem, aber wir hatten einen Sitzplatz und für die Stunde war es voll okay. Als wir an dem sehr dreckigen und hässlichen Bahnhof in Alapuzha angekommen waren, wollten wir dort auf Jurey warten, er sollte gegen 7 ankommen, wir waren um 6 da. Leider war viel Verkehr, so dass sein Bus aus BLR länger brauchte und er erst gegen 9 ankommen sollte, so suchten wir schonmal eine Unterkunft, wir schauten uns einige Hotels und Zimmer an und entschieden uns dann für ein Guesthouse, wo wir auch noch n bissl den Preis runter handelten. Das Zimmer war sauber und wir hatten eine normale Toilette und Dusche. Nachdem wir eingecheckt und geduscht hatten (Jurey war auch mittlerweile angekommen) starteten wir unseren Trip auf die Backwaters. Wir fuhren durch Kanäle und Flüsse, vorbei an einsamen Inseln, wo die Menschen nur mit der täglich fahrenden Fähre Kontakt zum Land haben, es war so wunderwunderschön. Überall Hausboote und Touristenschiffe (wir hatten uns für die immer fahrende Fähre entschieden von Alapuzha nach Kottayam die insgesamt 2,5 h fuhr (für 9 RS, umgerechnet 15 Cent), es war wirklich toll, hier ein paar Fotos:

 

 

 

 

 

Als wir in Kottayam ankamen hatten wir 2 h Aufenthalt, wir liefen ein bissl umher, durch die Mittagssonne etwas aufgehitzt, entschieden wir uns aber dann lieber in einer kleinen Bäckerei zu chillen, ne Kleinigkeit zu essen (Blätterteig mit Ei) und Mangosaft zu trinken. Jurey vertug irgendwas von den Sachen nicht so und ihm gings dann leider nicht so gut. Um 4 fuhr unsere Fähre wieder 2,5 h zurück. Wir konnten vom Schiff aus den Sonnenuntergang sehen, leider leider hat mein Akku meiner Digicam nich so lange durchgehalten, aber ich bekomme die Fotos von Jurey und Iri Es war einfach traumhaft, ich würde jedem, der nach Indien kommt unbedingt eine Backwatertour empfehlen, das ist wirklich soooooo schön.

Als wir zurück waren, gingen wir  noch ein bissl durch die Stadt und aßen dann in einem Restaurant. Ich bestellte fritierten Blumenkohl mit Soße und Chabatti und einen Mangomilchshake. Leider war irgendwas von dem Essen nich so toll (ich glaub der Shake), aber leider ging es mir Magen/Darmtechnisch dann abends nicht so gut (war das erste Mal, dass ich Prob hatte), zum Glück war ich gut vorbereitet und hatte Medikamente mit und am nächsten Tag ging es sowohl Jurey als auch mir wieder gut, so dass wir uns zum Strand aufmachten. Ich war im sehr warmen Wasser schwimmen, es war wirklich toooooooooooooooooooooooll

Gegen 11 holten wir unser Gebäck am Guesthouse ab (hatten schon ausgecheckt, konnten unser Gepäck aber da lassen), Jurey fuhr weiter in einem nahegelegenden Nationalpark und Iri und ich machten uns mit dem Bus zurück nach Ernakulam, um uns um unser Rückticket zu kümmern, wir hatten am Samstag versucht eins in Alapuzha zu buchen, hatten aber nur einen privaten Bus gefunden, der uns zu teuer war (die haben uns ein bißchen verarscht, nannten den Preis und als wir bezahlen sollten wars auf einmal viel mehr, haben wir nicht gemacht und sind wieder gegangen). Am Busbahnhof in Ernakulam gingen wir direkt zum Schalter und bekamen auch glücklicherweise noch einen Bus zurück nach Mysore um 20 Uhr abends, war diesmal ohne AC und wir saßen ganz hinten, aber wir waren froh, dass wir so kurzfristig noch was bekommen hatten.

Danach gingen wir in das Fischerviertel Fort Kochi, das war super schön, wenn auch sehr viele Touristen da waren und daher etwas überlaufen. Wir gingen noch ein bißchen durch das jüdische Viertel, aßen in einem sehr teuren, aber mit wunderschönen Terasse (es gab Besteck, sonst wird immer mit den Händen gegessen) zu Mittag und shoppten auch noch ein bissl J. Nachmittags tranken wir noch einen frisch gepressten Mango (ich) bzw. Grapefruitsaft (Iri), bevor wir und rechtzeitig auf den Rückweg zum Ernakulam Busbahnhof machen wollten, wir brauchten hin mit Rikscha ne halbe h und entschieden uns ein bißchen zu sparen und den Bus zu nehmen. Wir stiegen ein, aber der Tickettyp im Bus schmiss uns nicht am Busbahnhof raus, sondern irgendwo anders, aber wir hatten genug Zeit, so fragten wir uns bis zum Busbahnhof (10 MIN) durch und warteten in dem abgeranzten Warteraum, aßen Bananenchips (der hammer) und fuhren dann zurück. Die Rückfahrt war sehr wakelig und nicht so angenehm, aber wir versuchten trotzdem zu schlafen, man wurde zwar immer mal wieder aufgeweckt durch Rappeln und Rütteln, aber es war schon okay. Direkt nach dem Start in Ernakulam war eine Versammlung von Sikhs, wo es auch sehr langsam voran ging, aber wir kamen pünktlich um 8 Uhr morgens in Mysore an. Iri nahm ihren Bus nach Hundsur, ich fuhr zu meiner Gastfamilie und ging duschen, frühstückste und pennte dann bis mittags

Es war ein hammer super tolles We, das leider soooooooooooooooooooooooo schnell wieder rum ging, aber wir haben schon 2 neue Trips geplant später davon mehr, nächstes WE wollen wir aber erstmal hier bleiben und ich werd wohl ein bissl Mysore erkunden

Bis bald ihr Lieben!!!

LG von euer begeisterten Birthe

2 Kommentare 30.4.13 12:32, kommentieren